Finanziert wird das Denkmal vom Verein homöopathischer Ärzte in Nordrhein-Westfalen, bei dem der Arzt Andreas Holling die Organisation des Gesamtprojektes übernahm. Anstoß war bereits Anfang der 90er-Jahre der Hinweis eines indischen Kollegen Hollings darauf, dass es in Bönninghausens Geburtsland keinen Gedenkort für ihn gäbe.
Die feierliche Einweihung des Denkmals findet am Sonntag, 2. Oktober, um 14.30 Uhr auf dem Hörster Friedhof statt. Zuvor wird um 12 Uhr im Rahmen eines Vortrages im Botanischen Institut im Schlossgarten Bönninghausens Lebenswerk gedacht werden.
Mit Bönninghausen ehrt der Verein homöopathischer Ärzte in NRW einen der Stammväter der Homöopathie. 1785 im niederländischen Herinckhave geboren, ging er zunächst in Münster auf das Gymnasium, bevor er sich in Groningen an der juristischen Fakultät einschrieb. Nach seiner Promotion 1806 wechselte Bönninghausen an den Hof König Louis Bonapartes der Niederlande. In verschiedenen Ämtern wirkte er dort als Beamter, um nach Bonapartes Abdankung 1810 auf den elterlichen Hof zurückzuziehen und sich der Botanik sowie der Landwirtschaft zu widmen.
Insgesamt 16 Jahre blieb Bönninghausen dieser Tätigkeit treu, bevor sein mittlerweile bekanntes Interesse für die Botanik und seine intensiven floristischen Studien ihm eine neue Aufgabe eintrugen: Bönninghausen wurde Leiter des Botanischen Gartens in Münster. Hier veröffentlichte er erste grundlegende Werk über die Pflanzenwelt Westfalens.
Der Wendepunkt in Bönninghauses Leben kam 1827, als er an einer damals in fast allen Fällen tödlich verlaufenden Lungentuberkulose erkrankte. Nachdem die herkömmliche Medizin ihn aufgegeben hatte, gelang es seinem Freund und homöopathischen Arzt August Weihe, ihn vollständig zu heilen.
So mit der Homöopathie in Kontakt gekommen, begannt Bönninghausen nun selbst mit dem Studium der Homöopathie und soll dabei zu einem der liebsten Schüler von Samuel Hahnemann selbst geworden sein. Zu seinen Verdiensten gehören unter anderem die Publikation des ersten praktisch anwendbaren Repertorium einschließlich Gradeinteilung und die Gliederung der Patientensymptomatik in Haupt- und Nebensymptome.
Bönninghausen starb am 26. Januar 1864.
No comments:
Post a Comment